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  Der Dunkle Tigerpython (python molurus bivittatus)
 

Der Dunkle Tigerpython (python molurus bivittatus)

Klasse: Reptilia (Reptilien)

Unterordnung: Serpentes (Schlangen)

Überfamilie: Boidae (Riesenschlangen)

Familie: Pythons

Art: Python molurus bivittatus (Dunkler Tigerpython)

 

Der dunkel Tigerpython zählt wohl mit zu den größten Vertretern der Pythons, gleich nach dem Python reticulatus (Netzpython). Trotz seiner enormen Größe, deren Angaben in der Literatur stark zwischen 5-7 Meter variieren, ist er relativ einfach zu pflegen. Ich persönlich habe jedoch noch nie ein Exemplar größer als ca. 5,20m gesehen. Sie gelten im Regelfall als ruhige und friedfertige Tiere nach erreiechen der Geschlechtsreife.

Für Anfänger halte ich sie bedingt geeignet, wenn man ein Jungtier erwirbt und sich des Platzbedarfes bewusst ist, sehe ich da kein Problem. Jedoch ist er in manchen Bundesländern Haltegenehmigungspflichtig nach Artikel 37 Landesstraf- und Verordnungsgesetz (so schimpft sich das in Bayern). Im Washingtoner Artenschutzabkommen wird er im Anhang B geführt und ist demnach Meldepflichtig.

Haltebedingungen:

Temperatur: 27-30° Celsius an den Sonnenplätzen 35° Celsius

Luftfeuchte: 60% sollten nicht unterschritten werden, besser jedoch 70%

Futter:         Wahre Fressmaschiene, nimmt alles. Jungtiere Mäuse und Ratten adulte Tiere Hasen

Terrigröße:  4mx2mx1,50m sollten vorhanden sein füe 1.1 mit 4,5m Länge

Einrichtung:

Als Bodengrund empfiehlt sich Kokoshumus wegen der relativ hohen LF sehr gut geeignet. Ein großes Wasserbecken ist ebenfalls ein muss, sowie ein stabiler, am besten verschraubter, Kletterast. Adulte Tiere klettern jedoch sehr selten. Eine Höhle sollte ebenfalls vorhanden sein, in die das Tier sich zurückziehen kann. Ich habe noch einige Steine integriert da meine Tiere trotz stimmender LF immer Häutungsprobleme hatten und die Steine mit der rauhen Oberfläche gut als Hilfe dienen. Grünzeug kann man sich gänzlich sparen, wird eh nur platt gemacht ^^.

Ernährung:

Jungtiere sollten 1x die Woche am besten mit Rattenbabys oder Mäusen gefüttert werden, jedoch spätestens nach 4-6 Monaten sollten kleine Ratten angeboten werden. Allerdings ist bei einem Tigerpython sehr darauf zu achten ihn nicht zu Überfüttern, da er wirklich immer frisst. Wächst ein Jungtier zu schnell, nimmt unter Umständen das Skellett schäden. Erwachsene Tiere nach Bedarf alle 4-5 Wochen mit 2-3 Hasen füttern.

Zucht:

Tigerpythons sind Ovipar (Eierlegend) und die Wurfstärke beträgt zwischen 30-100 Eiern. Da ich meine beiden noch nicht verpaart habe, kann ich leider noch keine genaueren Angaben machen, ebenfalls nicht darüber wie man einem Tigerpython die Eier wegnimmt ^^. Tigerpythons gibt es inzwischen auch in verschiedenen genetisch manipulierten Farbformen, mir bekannt sind Albino, Granit, Albino Granit und Green. Ebenso gibt es von jeder Form sogenannte Het-Träger, dass sind Tiere deren Phänotyp Nominat ist und der Genotyp z.B. Albino, sie sehen also normal aus tragen aber das Albino-Gen in sich. Verpaart mal 2 Tiere Het Ablino miteinander so erhält man 25% Albinos, 50% Het Albino und 25% Nominat.

Besonderheiten:

Tigerpythons verfügen über unvorstellbare Kräfte und können eine Druckkraft von nahezu 2 Tonnen entwickeln. Die durchschnittliche Größe liegt ca. bei 3 Meter für Männchen und 4 Meter für Weibchen. Man sollte jedoch bei der Anschaffung berücksichtigen das er auch größer (5,50m-6m) werden kann. Ebenso sagt man haben Tigerpythons 2 Phasen in denen sie nicht so lieb sind, einmal bei 60-90cm und einmal bei 1,50m - 2m, da sind Bissversuche keine Seltenheit, adulte Tiere meist sehr umgänglich.



Bericht von: Ralf  Täuber

 
 
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